Wieder gelesen 

Bücher, entstaubt

Politik | Ruth Eisenreich | aus FALTER 31/12 vom 01.08.2012

Die Reichen und die Armen

Reichensteuer, Zwangsanleihen, in Steueroasen gebunkerte Milliarden: Das Thema Verteilungsgerechtigkeit wurde schon lang nicht mehr so hitzig diskutiert wie heute (siehe auch Rezension links).

Was Verteilungsgerechtigkeit für eine Gesellschaft bedeutet, untersuchten zwei britische Forscher 2009 in "The Spirit Level“. Ihre Conclusio: In gleicheren Gesellschaften geht es nicht nur den Armen, sondern auch den Reichen besser als in ungleichen; die Zahlen der Autoren ergeben, dass sozial gleichere Staaten bei vielen Faktoren (von Häftlingsraten bis Fettleibigkeit) besser abschneiden als ungleiche. Kein Wunder, dass das Buch heftige Kontroversen auslöste.

Kate Pickett, Richard Wilkinson: Gleichheit ist Glück. Warum gerechte Gesellschaften für alle besser sind. Zweitausendeins, 2010, 320 S., € 27,20


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