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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 31/12 vom 01.08.2012

Wow, Österreicher haben es in internationale Medien geschafft. Na ja, irgendwie halt. Die Kronen Zeitung hat ein Foto aus Syrien genommen und, äh, aufgepeppt. Auf dem Original der Agentur EPA sieht man einen Mann mit Baby durch eine normale Straße laufen. Der Krone war das zu fad, und so wurden zerbombte Häuser dazuretuschiert. Jetzt wirkt das Bild total dramatisch, so als würde der Mann mit Kind vor Jagdbombern fliehen.

Diese Fotomanipulation flog auf und wurde online weiterverbreitet. Jetzt berichten sogar US-Medien darüber. Das sehr bekannte Technikblog Gizmodo schreibt: "Photoshop zu verwenden, um Models unrealistisch aufzuhübschen, ist schon schlimm genug. Es zu verwenden, um eine Region dieser Erde, die schon genug Probleme hat, noch apokalyptischer wirken zu lassen? Das ist eine Schande.“ Ich finde es beeindruckend, dass das Amerikaner so sehr stört. Wir in Österreich sind diese Art Journalismus fast schon gewohnt.


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