Trotz Federn: kein Flug!

Feuilleton | Reportage: Hannah Schifko | aus FALTER 31/12 vom 01.08.2012

Ein Gutachten der TU-Wien sagt: Die mexikanische "Federkrone des Montezuma“ ist nicht flugfähig. Ein Laborbesuch

Im Labor von Johann Wassermann liegen andere Schwingungen in der Luft als im restlichen TU-Gebäude in der Wiedner Hauptstraße. "Hier sind Teile des Raums von den restlichen Gebäudeschwingungen abgekoppelt“, erklärt der Professor für Messtechnik. "Man muss aufpassen, wohin man tritt.“

Im vierten Untergeschoß des Instituts für Mechatronik misst er mit Kollegen, wie sich Objekte bei Schwingungen verformen; ein wichtiger Parameter beim Transport fragiler Kunstschätze. Der umstrittenen "Federkrone des Montezuma“ etwa, deren Transportfähigkeit per Flieger Wassermann im Auftrag der mexikanischen Regierung geprüft hat.

"Anfangs war ich ratlos“, sagt der Professor. "Niemand wusste, was dem Schmuck zuträglich ist, einen Laborversuch konnten wir nicht durchführen, da es keine verfügbaren Teile ähnlicher Komplexität gibt.“ Der im Spanischen penacho genannte Federschmuck


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