"Franz West gehört zu Wien wie Paul Klee zu Bern.“

Feuilleton | aus FALTER 31/12 vom 01.08.2012

Die Kunsthistorikerin Eva Badura-Triska kuratierte 1996 die erste Retrospektive von Franz West im Wiener Museum moderner Kunst (Mumok) und arbeitete danach mehrfach mit dem Künstler zusammen. Im Frühjahr 2013 wird im Mumok eine von ihr verantwortete West-Ausstellung stattfinden.

Falter: Sie haben mit Franz West die Mumok-Ausstellung besprochen.

Was war geplant?

Eva Badura-Triska: Wir haben eine thematische Ausstellung konzipiert, die einen wesentlichen Aspekt seines Schaffens herausgreift, die "Kombiwerke“. Das Einzelwerk ist bei ihm nie im Vordergrund gestanden, er hat auch seine eigenen Arbeiten immer wieder zu Gruppen zusammengefasst und teilweise mit Werken anderer Künstler kombiniert.

Stimmt es, dass West dem Mumok ein dafür wesentliches Stück geschenkt hat?

Badura-Triska: Ja, und zwar einen Teil der quintessenziellen Arbeit "Redundanz“ von 1986. Sie bestand ursprünglich aus drei Teilen, von denen einer sehr früh gegen seinen Willen als Einzelarbeit verkauft wurde. West hat damals


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