Krieger, Jäger und Pazifist

Feuilleton | Würdigung: Martin Amanshauser | aus FALTER 31/12 vom 01.08.2012

Der Venezianer Alex Randolph erfand den Beruf des Spieleerfinders. Heuer wäre er 90 Jahre alt geworden

Am Anfang stand der Rösselsprung. Als er fünf oder sechs Jahre alt war, zeigte ihm seine Mutter, wie man Schach spielt. Alex Randolph fand sofort Gefallen an den Charakteren der einzelnen Figuren: "Lange Zeit habe ich überall Rösselsprünge gesehen. Sobald ich quadratische Fliesen sah, machte ich darauf Rösselsprünge.“

Was analoge Brett- und Strategiespiele betraf, wurde Alex Randolph (1922-2004) zum berühmtesten Spieleerfinder der Welt. Über 150 Randolph-Spiele sind unter anderem in Deutschland, Japan, Italien, Frankreich und den USA auf den Markt gekommen, bei Verlagen wie Ravensburger, Piatnik oder Milton Bradley.

Er war der Erste seines Fachs, dessen Name auf dem Cover der Spiele erwähnt wurde, ein Megastar in der Spielecommunity, bestehend aus Verlegern, Erfindern, Redakteuren und Journalisten "von nicht mehr als tausend Personen im Ganzen“, wie Randolph meinte. "Oder sagen


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