Hinderungsgrund: Mutter

Stadtleben | Bericht: Ingrid Brodnig | aus FALTER 31/12 vom 01.08.2012

Von wegen gleiche Chancen: Spitzenmanagerinnen mit Nachwuchs haben es auch in Österreich verdammt schwer

Sie ist das schon gewohnt. Die skeptischen Blicke, die klugen Ratschläge, das generelle Unverständnis. "Viele sind schockiert, wenn sie hören, dass man sein Kind wenige Wochen nach der Geburt anderen Menschen anvertraut“, sagt Karin Mair, 41, Managerin, Gesellschafterin, Forensikerin und Mutter.

Mair ist eine dieser Spitzenfrauen, die eigentlich ein Vorbild sein sollten. Sie meistert eine Topkarriere und einen Haushalt mit Baby, leitet als geschäftsführende Gesellschafterin beim Unternehmensberater Deloitte die Forensiksparte, das heißt, sie deckt Wirtschaftskriminalität auf. In ihren hohen Stöckelschuhen und dem Designerkostüm fliegt sie um die Welt, schützt Firmen vor Hackerangriffen, und wenn sie dann heimkommt, liest sie ihrer 14 Monate alten Tochter Sophie Kindergeschichten vor.

Seltsamerweise bekommt Karin Mair keinen Applaus dafür, dass sie ein Role-Model ist, eine


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