Paradise Lost

Steiermark | Ortskunde: Hermann Götz | aus FALTER 31/12 vom 01.08.2012

Beim Finale von La Strada werden die Reininghausgründe mit Szenen einer sozialen Vision bespielt. Zufall? Nicht ganz

Auf einer ausrangierten Ölbohrinsel entsteht ein "Do-it-yourself-Paradies“, eine Traumstadt, die traumhaft funktioniert. Zumindest solange das sorgfältig ausbalancierte Gleichgewicht der Inselvision nicht gestört wird. Doch natürlich fehlt in dieser vom französischen Performerkollektiv Jo Bithume - es setzt sich aus rund 20 Schauspielern, Akrobaten und Musikern zusammen - als abschließendes Highlight für La Strada gestalteten Geschichte auch die kleine Störung nicht. Die macht aus der großen Vision eine Parabel, ein Gleichnis auf die Welt im Hier und Heute, in der es stets Störgeräusche gibt.

Störgeräusche wie jene, mit denen zuletzt die Vision eines neuen Stadtteils in den Grazer Reininghausgründen eine Abfuhr per Volksentscheid erhielt. Umso interessanter, dass die La-Strada-Koproduktion "Far West 2037“ genau an diesem Ort von den Schwierigkeiten erzählt,


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