Kolumne  

Mitt Romneys Steuertricks lassen Barack Obama punkten

Außenpolitik

Falter & Meinung | Raimund Löw | aus FALTER 32/12 vom 08.08.2012

Die Europäer machten sich die längste Zeit Sorgen. Sollte Mitt Romney ins Weiße Haus einziehen, können wir uns alle einbunkern, warnte der Außenminister eines nordeuropäischen EU-Staates. Gemeint war der kriegerische Kurs des Republikaners gegenüber dem Iran. Bei einem US-Präsidenten Romney hätte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu einen Schreibtisch direkt neben dem Oval Office, fürchtete der scharfzüngige Spitzenpolitiker im Hintergrundgespräch. Bei seiner Wahlkampfreise nach Israel letzte Woche legte Romney noch einen drauf. Der Mormone gab einem etwaigen israelischen Angriff auf den Iran seinen Segen.

Die Welt blieb gelassen, denn in den USA hat sich die Stimmung gegen Romney gedreht. Der republikanische Herausforderer hat seine Favoritenrolle verloren. Knapp drei Monate vor dem Wahltag sind die Demokraten in der Offensive. Im Fernsehen wirbt Barack Obama mit heimkehrenden Soldaten. Ein Präsident, der Kriege beendet, trifft die Stimmung des Landes besser als ein


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