Das olympische Selbstbedienungssystem

Politik | Analyse: Johann Skocek | aus FALTER 32/12 vom 08.08.2012

Heinz Jungwirth hat privat in die Olympia-Kassa gegriffen. Doch wie steht’s mit der Verantwortung des langjährigen Präsidenten Leo Wallner?

Ob er befangen sei, wenn es um Leo Wallners Vergangenheit als Präsident des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC) gehe, wurde Karl Stoss von Armin Wolf im "ZiB 2“-Interview gefragt. Aber nein, antwortete der Generaldirektor der Casinos Austria und aktuelle ÖOC-Präsident, der also in jeder Hinsicht Nachfolger Wallners ist.

Das ÖOC habe Wallner sogar auf 800.000 Euro Schadenersatz geklagt. Der Anlass des Gesprächs war ein erstinstanzliches Urteil, das für den Ex-Generalsekretär des ÖOC, Heinz Jungwirth - nicht rechtskräftig -, fünf Jahre unbedingte Haft vorsieht. Unter Jungwirths operativer Geschäftsführung soll das ÖOC laut Straflandesgericht zwischen 2003 und Februar 2009 einen Schaden von 3,6 Millionen Euro erlitten haben. Rund 2,3 Millionen Euro an ungeklärten Eingängen auf Konten Jungwirths stellte Gerichtsgutachter Helmut


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