Nachgesehen  

Politik | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 32/12 vom 08.08.2012

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Wie sich das alte Speiseöl der Wiener in Essen für arme Kinder verwandelt

Willy Vranovsky schreitet durch die Küche, in der das Mehl für die Panier gerichtet ist, und führt in seinen kleinen Innenhof. Dort öffnet er die gelbe Tonne, in der er das alte Speiseöl geschüttet hat, das Kinder in Südafrika sattmachen wird.

Sein Projekt heißt "Greenbox“ und funktioniert so: Der Wirt sammelt das alte Speiseöl aus seinem Restaurant Fisch & Co und nimmt auch das alte Öl seiner Kunden entgegen. Ein Entsorger holt es ab und macht so daraus nachhaltig produzierten Biodiesel. Pro Liter gibt’s 22 Cent, die an die Hilfsorganisation "Stop Hunger Now“ fließen. Jeden Monat kommen 100 Euro zusammen; das sind 200 Mahlzeiten für südafrikanische Kinder. Abgewickelt wird das Geschäft über den Verein Nkululeko ("Freiheit“).

Die "Greenbox“-Plakette klebt bereits an den Türen von 20 Wiener Lokalen. Vranovsky sucht nun weitere Partner, um das Projekt zu etablieren und denkt groß: "Vielleicht macht ja auch McDonald’s mit.“


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige