Zeit am Schirm

TV-Kolumne

Medien | Matthias Dusini | aus FALTER 32/12 vom 08.08.2012

Fernsehen ist nichts für Luschen. Unter zwei Stunden braucht man das Gerät gar nicht erst einschalten, daher sind mehrstündige Sportübertragungen der Höhepunkt des TVismus. Wie sollte man einen Sonntag sonst verbringen als auf der Couch mit Formel 1. Wrom, wrom!

Und dann erst diese Olympischen Spiele in London. Getrost kann man die FB unter das Sofa schieben, denn für Abwechslung sorgt der Gang der Spiele: Hammerwerfen, erster bis vierter Versuch. Beachvolleyball, Aufschlag und Block. Tränen bei der kasachischen Nationalhymne. Und alles live, sodass auch Dada-Kabarett passieren kann wie das Badmintonspiel von Yu Yang und Wang Xiaoli. Um in der nächsten Runde nicht auf starke Gegnerinnen treffen zu müssen, bemühten sie sich, möglichst viele Punkte abzugeben, pfefferten den Federball ins Netz: die Ehrgeizlosigkeit als Prinzip. Der Wille zur Ohnmacht hat dem Couchtier einen großen Tag beschert.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige