Selbstporträt mit Samenstau

Feuilleton | Ferndiagnose: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 32/12 vom 08.08.2012

Der deutsche Popromantiker Maximilian Hecker veröffentlicht ein zauberhaftes Album und ein durchgeknalltes Buch

Im Grunde könnte alles so einfach sein. Der Singer/Songwriter Maximilian Hecker würde mit seiner Musik am liebsten die ganze Welt umarmen. Und wenn man die Songs des Hochtalentierten hört, kommt in einigen Fällen tatsächlich reine Schönheit zum Klingen.

Aber an dem Punkt wird es auch schon wieder kompliziert. In seiner deutschen Heimat wird Hecker von Kritikern für seine dem Kitsch keineswegs abholden Herzenslieder nämlich seit je mit Häme überzogen: "Das meinst du doch nicht ernst, oder?“

In Asien kommt sein süßer Weltschmerz ungleich besser an. Dort tourt Hecker regelmäßig und gibt nach jedem Konzerte hunderte Autogramme für junge, großteils weibliche Fans. Aber wieder fühlt er sich wie im falschen Film. Denn die Asiatinnen stellen sich zwar stundenlang brav an, um eine Unterschrift und ein Foto mit ihrem Star zu ergattern, viel mehr aber wollen sie von ihm


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