Buch der Stunde

Der Hotzenplotz, äh, Plotzenhotz geht um

Feuilleton | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 32/12 vom 08.08.2012

Der "gefährlichste Räuber aller Zeiten“ wird 50. Und ist so beliebt wie eh und je. Denn eigentlich ist Hotzenplotz ja ein liebenswertes Großmaul, das im dritten Band auch noch beschließt, seinen Beruf an den Nagel zu hängen. Vor diesem Räuber muss sich kein Kind fürchten, von diesem Räuber lassen sich immer noch alle Kinder bannen.

Sein Schöpfer Otfried Preußler, 1923 in Nordböhmen geboren, verdankt sein Erzähltalent und seinen Geschichtenfundus seiner Großmutter Dora. Als er sich Anfang der 1960er-Jahre, mittlerweile Volksschullehrer in Bayern, von der Arbeit an seinem eher düsteren Jugendbuch "Krabat“ erholen wollte, erfand er diese "Kasperlgeschichte“ mit allen notwendigen Protagonisten, von der Großmutter über den dummen Polizisten Dimpfelmoser bis zum Räuber und dem bösen Zauberer Petrosilius Zwackelmann. Später bedauerte der Autor, den Zauberer so schnell sterben gelassen zu haben. Denn seine Leser bezirzten ihn so lange, bis er weitere "Hotzenplotz“-Geschichten


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