Neue Platten  

Feuilleton | aus FALTER 32/12 vom 08.08.2012

Kurz besprochen: leichte Songs mit schweren Themen und Neneh Cherry auf Free-Jazz-Ausflug

Pop 

Laetitia Sadier: Silencio Die Sängerin der 90er-Indiepoplieblinge Stereolab ist mittlerweile solo aktiv. Der leichte, schwebende Charakter der Songs ihres zweiten Album täuscht darüber hinweg, dass Sadier gewichtige Themen verhandelt. Sie singt über die herrschende Klasse und ihre Verbindung zum Faschismus, das Geldsystem und wie der Kapitalismus einen davon abhält, sich mit sich selbst zu beschäftigen (und zur Stille zu finden). "Silencio“ ist ein trojanisches Pferd: Hinter Musik von unaufdringlicher Schönheit sind Texte versteckt, die schwer im Magen liegen. (Drag City) sf

The Kings of Dubrock: Fettuccini Als Vorbilder nennen The Kings of Dubrock King Tubby, Adriano Celentano und Fela Kuti. Was soll da noch schiefgehen? Das aus Jacques Palminger, Viktor Marek und Rica Blunck bestehende Hamburger Trio überzeugt auf seinem zweiten Album mit zwingenden Grooves (mehr Dub als Rock) und

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