Der nackte Wiensinn!

Stadtleben | Reportage: Hannah Schifko | aus FALTER 32/12 vom 08.08.2012

Einst war Wien die Hauptstadt der Nackerpatzerln. Heute ist FKK hier ganz normal, oder?

Wien, Kaisermühlen. Strandbad Gänsehäufel, südostseitig. Abseits des Trubels im Kinderwellenbecken, fernab vom 1950er-Jahre-Charme der Badeanstalt. Hier badet es sich ungeniert. Und vor allem unkompliziert. Der Sandstrand ermöglicht schmerzloses Planschen, das Wasser glitzert verführerisch blau, und statt unter Sonnenschirmen sitzen die Badegäste unter den vielen großen Bäumen auf der Liegewiese. Badebekleidung brauchen die Gänsehäufler hier nicht, sie schwimmen hüllenlos in der Alten Donau, lassen sich von der Sonne trocknen und bestellen im Nudistenbeisl Pommes, Schnitzel und Radler. Auch ohne Badesachen.

"Das ist das Praktische am Nacktbaden“, sieht eine sehr gebräunte Dame mit Buch und riesigem Busen das Ganze sehr pragmatisch. "Man hat keine nassen Badesachen, keine nassen Hand- oder Badetücher. Es ist einfach angenehmer.“

Der Alten Donau ist es egal, wie man in ihr schwimmt, ob nackt,


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