Fußball 

Die Angst des Tormanns vor sich selber

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 32/12 vom 08.08.2012

Armin Thurnher vertritt den urlaubenden Wolfgang Kralicek als Ballbeobachter

Torleute, sagt man, seien besondere Gesellen. Egomanen, Verrückte, Exzentriker, Spaßvögel. Sepp Maier, der Karl-Valentin-Nachfolger im Bayern-Tor, fing eine auf den Platz verirrte Ente im Hechtsprung. Oliver Kahn vom gleichen Verein fasste unseren Andy Herzog bei der Nackenfalte und beutelte ihn brüllend durch den Strafraum. Der Kolumbianer René Higuita - genannt "El Loco“, der Narr - streute vor einer Fußabwehr schon einmal einen Flickflack ein. Ein (mexikanischer?) Tormann, wollte den Ball so kraftvoll auswerfen, dass er sich um die eigene Achse drehte und ihn ins eigene Tor schleuderte. Seit vergangenem Donnerstag gehört Rapid-Tormann Königshofer in diese Reihe. Im Spiel gegen Novi Sad warf er dem gegnerischen Stürmer den Ball vor die Füße. Der schoss ein. Königshofer hatte als Einziger einen Pfiff des Schiedsrichters gehört.


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