Zu viel des Guten?

Stadtleben | Bericht: Regine Bogensberger | aus FALTER 32/12 vom 08.08.2012

Warum manche Frauen ihre Kinder bis ins Kindergartenalter stillen - und sich so viele Menschen daran stoßen

Es wird wie mit den Windeln sein: Eines Tages wird er in der Früh aufwachen und sie nicht mehr brauchen, die Brust“, sagt Sabine, 31. "Durch einen Entwicklungsschub. Ganz plötzlich.“ Die Wienerin, die lieber anonym bleiben möchte, stillt ihr Kind morgens und abends. Ihr Sohn wurde vor kurzem vier.

"Bei diesem Ritual werden wir vermutlich noch eine Zeitlang bleiben.“ Ginge es nach der Bankangestellten, sie würde ihn auch noch stillen, bis er sieben Jahre alt wäre - wenn er es wollte. Sie schließt aber nicht aus, dass ihre eigene Grenze früher erreicht ist. Sie verweist auf die Forschungsergebnisse der US-Anthropologin Katherine Dettwyler, die meint, das Abstillalter des Menschen liege zwischen zweieinhalb und sieben Jahren.

Dabei hat Sabine nie beabsichtigt, Langzeitstillerin zu werden. Sie wollte zunächst ein halbes Jahr voll stillen, dann Karottenbrei zufüttern und schließlich


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