Wien, wo es isst  

Weidling: das Tal hinter der Nordgrenze

Kulinarischer Grätzel-Rundgang


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 32/12 vom 08.08.2012

Nach Weidling fährt man, wenn man dort wohnt (4500 Menschen machen das), dort etwas zu tun hat (weniger) oder dort zum Heurigen gehen will (mehr). Sonst hält sich die Notwendigkeit, das Tal hinter Wiens mächtigem Hermannskogel zu besuchen, in Grenzen. Abgesehen davon, dass es hier ganz schön schön ist.

Gleich an der Ortsgrenze zu Klosterneuburg stößt man auf die erste Labestation, das Gasthaus Trat, gutbürgerlich, konservativ; im Garten sitzt man entweder schattig unter Nussbäumen (der beste Schatten der Welt!) oder sonnig auf der Terrasse. Zur nächsten Station, dem schnuckeligen Heurigen Trat-Wiesner am Fuße eines Weinbergs, der den Namen Schwahappel trägt, ist’s dann noch ein Stückerl.

Vom hübschen Ortskern aus hat man die Möglichkeit, irrwitzig steil hinaufzuradeln oder das Rad den vom Regen ausgewaschenen Kirchensteig, einen bizarr steilen Ziegenpfad, 47 Höhenmeter senkrecht bergan zu schleppen. Beides arg, vor allem bei Sonne. Oben dann unbedingt an einem der drei Tische

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