Prost!  

Slow and Turbo-Boost: (K)night Rider unter den Energy-Drinks

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Lipovitan D

Stadtleben | aus FALTER 32/12 vom 08.08.2012

Slow-Juicer-Geräte sind mächtig, und manche von ihnen sehen auf den ersten Blick wie Filmprojektoren aus. Der propagierte Vorteil dieser Geräte ist, dass mehr gesunde Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Grundsätzlich sei gesagt: Zu viele Obst-Smoothies und -säfte bringen den Zuckerhaushalt durcheinander, weil Fruchtzucker genauso zur Insulinausschüttung anregt wie der verhasste und nun (fast) wieder rehabilitierte Rübenzucker. Deshalb steht ganz putzig in der Gebrauchsanweisung: "Obst essen, Gemüsesaft trinken.“

Gute Erfahrungen macht man mit Gurke, Karotte, Ingwer und Roter Rübe, ja, gemischt mit Apfel. Hände weg von Knollensellerie, Paprika und Kohlrabi - der Tag schaut hernach ganz trübe aus -, lieber frittieren, naschen oder aufs Butterbrot packen.

Diesmal geht der Getränkekontrast noch schärfer: Ein kleines Fläschchen lockte mit medizinischem Look. Ein Blick auf die Ingredienzienliste des aus Thailand stammenden Lipovitan D sagt alles - Taurin und Koffein sind die Hauptbestandteile. Das Besondere ist nur, dass dieses Getränk eine Art konzentrierte (gagerlgelbe) Flüssigkeit mit dem ungewöhnlichen Mischungsverhältnis von 1:2,5 ist und damit mehr Spielraum für Eigenkreationen lässt. Die wiederverschraubbare Glasflasche ist nicht unbedingt gedacht dafür, ex getrunken zu werden - im Gegensatz zu den One-Drink-Energy-Dosen. Von gut Schmecken kann keine Rede sein - trashiger geht’s nicht. Es ist für Menschen, die abends noch sehr wichtige Dinge zu erledigen haben. MS


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