Marktbeisl 2.0


Lokalkritik: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 32/12 vom 08.08.2012

Ein Wiedereinsteiger kocht am Meidlinger Markt, wie man nie auf Märkten kocht

Nuran und Klima, das waren bisher die beiden Gründe, zum Meidlinger Markt zu kommen, der elegante Fleischhauer mit den besten Merguez-Würsten der Stadt und der charmante Fischhändler in dritter Generation. Sonst war da kaum was bzw. nie lange.

Seit zwei Monaten regt sich da jetzt so etwas wie Hoffnung - unter den Meidlingern, denen nicht eh alles wurscht ist, ebenso wie unter den Standlern. Dass vielleicht der Twist komme. Dass die Abwärtsspirale des Meidlinger Marktes gebremst werden könnte. Dass Marktamt, Bezirksvertretung, Rathaus und andere Verwalter des kontinuierlichen Niedergangs dieses Marktes vielleicht das Lüftchen wittern, das hier seit zwei Monaten weht, und es nicht mit "Vurschriften“ zum Versiegen bringen.

Das Lüftchen der Hoffnung heißt Christian Chvosta, ist 28 Jahre alt, strotzt vor Selbstbewusstsein, hat Grafik und Fotografie gelernt, Kochen aber auch (und zwar in den Drei Husaren, dem

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