Nachrichten aus dem Inneren

Inhalt | Klaus Nüchtern | aus FALTER 33/12 vom 16.08.2012

Die Redaktion erklärt sich selbst

Gewisse Themen tauchen immer wieder auf. Sie scheinen ein nachhaltiges Interesse zu erwecken, das gar keinen aktuellen Anlass braucht, sondern diesen sucht und findet. Dazu zählt auch der Begriff der "Heimat“, der schnell unter den Verdacht des Reaktionären gerät und vorschnell mit Heimattümelei in eins gesetzt wird. Als man mit @ noch keinen Unfug trieb und ergo auch nicht auf Heim@ verfallen konnte, gab es im Falter einen lautmalerischen Titel des Strickmusters "Heimat, Heumahd, at Home“ (auf den ich damals vermutlich recht stolz gewesen bin), und unter dem literarische Texte zum Thema versammelt waren - wenn ich mich recht erinnere u. a. von Bodo Hell und Friederike Mayröcker.

Nun hat Matthias Dusini als geländegängiger Südtiroler den runden Geburtstag des Oesterreichischen Alpenvereins abgewartet, um über die heimatgenerierende Macht der Bergwelt nachzudenken. Um dies besser tun zu können, hat er den Hochschwab bezwungen. Was hiermit auch zur schönen Falter-Tradition geworden wäre: Im Juni 1996 bestiegen Klaus Taschwer und ich ebendiesen (ebenfalls übers G’hackte), um uns auf die posthume Uraufführung von Werner Schwabs Drama "Hochschwab“ im Wiener Schauspielhaus anständig vorzubereiten.

Komplettiert wird der Heimat-Schwerpunkt durch eine Analyse heimischer Zeitschriften, die von der neuen Landliebe profitieren, von Interims-CvD Petra Sturm und durch eine kritische Exegese, die Popkritiker Gerhard Stöger den Texten des selbsternannten Volks-Rock-’n’-Rollers Andreas Gabalier hat angedeihen lassen.


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