Glosse Kultur

Hakenkreuzwettbewerb für Bayreuth: Nach Meese kommt Gabalier

Falter & Meinung | Matthias Dusini | aus FALTER 33/12 vom 16.08.2012

Und wieder gibt es Hakenkreuzalarm. Der krachlederne Popmusiker Andreas Gabalier macht auf dem Foto seines Plattencovers eine Pose, in der manche ein Hakenkreuz zu erkennen glauben (siehe auch S. 25).

Es wäre nicht das erste Mal, dass die Faschismuskeule etwas eilfertig hervorgeholt wird. So gab es erst unlängst Proteste gegen die kreuzförmigen Deckenornamente in der Aula der Wiener Akademie. Sie stammen zwar aus dem 19. Jahrhundert, aber wer weiß, vielleicht wurde der junge Adolf bei seiner Aufnahmeprüfung damit infiziert.

Als aufnahmefähig erwies sich jedenfalls der Künstler Jonathan Meese, der hier im März eine Fakeparteitagsrede hielt. Prompt engagierte ihn die Familie Wagner für eine Operninszenierung in Bayreuth. Und wer macht Gabalier zum Siegfried?


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