Kolumne Außenpolitik

Biosprit und Spekulationen statt Nahrung für die Armen

Falter & Meinung | Franz Kössler | aus FALTER 33/12 vom 16.08.2012

Was Saudi-Arabien für das Erdöl ist, sind die USA für Nahrungsmittel: Beide Länder bestimmen weltweit den jeweiligen Preis. Zurzeit sind die amerikanischen Getreidefelder von der schlimmsten Dürre seit Jahrzehnten betroffen und die Preise schießen weltweit in die Höhe.

Das wird in den reichen Ländern, in denen wir etwa zehn bis 15 Prozent unseres Einkommens für Lebensmittel ausgeben, zu empfindlichen Teuerungen führen. Für hunderte Millionen Menschen, die in den Entwicklungsländern den größten Teil ihrer Mittel für Nahrung ausgeben müssen, wird es zur Überlebensfrage. 30 Länder sind laut IRIN, der Informationsstelle der Uno für humanitäre Angelegenheiten, akut bedroht.

Die Vereinten Nationen schlagen Alarm, die zwanzig stärksten Wirtschaftsmächte führen Krisengespräche. Man befürchtet eine Zuspitzung wie 2007/08. Damals lösten die Preissteigerungen Hungerrevolten aus, von Haiti bis Bangladesch. Monatlich gibt der FAO Food-Price-Index einen präzisen Überblick über


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