"Heute hört man auf den Hütten Reggae“

Feuilleton | Interview: Matthias Dusini | aus FALTER 33/12 vom 16.08.2012

Edelweiß und Gipfelkreuz sind nationale Leitbilder, die vom Oesterreichischen Alpenverein maßgeblich mitentwickelt wurden. Ein Gespräch über die Heimatfabrik OeAV, die heuer 150 Jahre alt wird

Vor 150 Jahren, im Jahr 1862, wurde der Oesterreichische Alpenverein (OeAV) gegründet. Das Wandern ist ein Motor nationaler Identitätsbildung. Die Wachstumsbranchen Bergtourismus und Alpinausrüstung sind auf die Wege und Hütten des Alpenvereins angewiesen. Der Falter nahm das Jubiläum zum Anlass, um den OeAV als Heimatfabrik zu hinterfragen. Der Zeitgeschichtler Martin Achrainer, Mitverfasser der Jubiläumspublikation "Berg Heil!“, antwortete mit der stoischen Ruhe eines mit den Schrecken des Gebirges und der Historie vertrauten Wissenschaftlers.

Falter: Die Geschichte des Oesterreichischen Alpenvereins hat auch ihre dunklen Flecken. So waren Juden auf den Schutzhütten nicht erwünscht. Wie genau ist es um den Antisemitismus des OeAV bestellt?

Martin Achrainer: Der war vor dem Ersten Weltkrieg


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