Ecstasy und Equity

Feuilleton | Rezension: Joachim Schätz | aus FALTER 33/12 vom 16.08.2012

Steven Soderberghs entspannte Komödie "Magic Mike“ erzählt von einem Stripper, der umsatteln will

Auf den Armaturen von Mikes Auto klebt noch die Schutzfolie. Er will es zu einem guten Preis weiterverkaufen. Mike hat Pläne, aber solange der Kredit für die eigene Designermöbelmanufaktur noch aussteht, trägt der 30-jährige Hüne seinen Körper zu Markte: tags als Dachdecker am Bau, nachts als Hauptattraktion im Stripclub Xquisite. Die Jobs versteht er als Übergangslösung, sich selbst als Unternehmer. Das schicke Haus am Strand und ein ausuferndes Partyleben passen aber nicht recht in den Businessplan.

"Magic Mike“ ist die Komödie einer vom eigenen Charisma geblendeten Ich-AG. Der Film basiert lose auf den Erinnerungen von Hauptdarsteller und Produzent Channing Tatum, der in seiner Jugend als Stripper in Tampa, Florida, arbeitete. Es ist aber zumindest ein interessanter Zufall, dass auch Regisseur Steven Soderbergh seit einiger Zeit einen Karrierewechsel angekündigt hat: Nach


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