Jetzt im MQ: Summer of Trashion

Stadtleben | Stilkritik: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 33/12 vom 16.08.2012

Das Museumsquartier wird zur Werbefläche - und jetzt sind auch noch die Enzis dran

Bequem sind sie nicht, die Enzis, die es neuerdings auch aus Kunststoff in einer etwas filigraneren Ausführung gibt. Aber beliebt. Weshalb der Ansturm auf die bunten Sitz- und Liegemöbel, die das Museumsquartier erst zur urbanen Lounge gemacht haben, nicht nur bei Schönwetter ausgesprochen groß ist. Alle wollen auf die Enzis - nicht nur die Besucher des Areals, sondern offenbar auch Unternehmen.

Dass die Dinger immer wieder neu gestrichen wurden, mitunter auch mobilfunkbetreiberbunt, damit musste man rechnen. Dass es dem klobigen Draußenmöbel jetzt aber selbstgebastelt an die Lehne geht, das ist neu. Und unverzeihlich. Die Enzis, erdacht vom Wiener Architekturbüro PPAG und mit Designpreisen ausgezeichnet, haben Anbauten bekommen. Schäbige, aus Sperrholzplatten zusammengezimmerte Kästchen mit Lautsprecherboxen, mobilfunkbetreiberbunt lackiert und mit hässlichen Metallplättchen am Designermöbel festgeschraubt

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