Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Obstsäfte

Alles über Säfte, die potenziell glücklich machen

Stadtleben | aus FALTER 33/12 vom 16.08.2012

Es ist bald Zeit, um an frischen Apfelsaft zu denken. Der ist am besten direkt aus der Presse. Wer die Möglichkeit hat, einmal bei einer Produktion dabei zu sein, der sollte mitmachen. Eindrücklich, wie der Apfel in seiner gestaltlosen Form dem von der urbanen Zivilisation abgestumpften Körper Leben einhaucht.

Wenn es danach wieder ruckzuck in die Stadt geht, kann man ja ein paar Flaschen von dem pasteurisierten Saft im Kofferraum verstauen. Wer Stücke auf die Glas-Mehrweg-Flasche hält, den könnte die Firma Kochauf im steiermärkischen Gleisdorf interessieren. Der Familienbetrieb hat sich auf die Erzeugung von Biosäften spezialisiert - Apfelsaft (top!), Birnensaft und diverse Mischungen mit Holunder, Johannisbeer und Weichseln sind im Sortiment zu finden. Johannisbeer und Weichseln sind geschmacklich zu wenig entschieden, da hier der gute Apfel als Basissaft herhalten musste. Zu haben ist dieser Stoff zum Beispiel in der etwas abgelegenen BioWerkstatt im ersten Wiener Hieb. Größere Mengen werden aber auch direkt nach Wien geliefert.

Wer an morgendlicher Übellaunigkeit leidet, dem sei ein kleiner Tipp gezwitschert. Der Saft einer Zitrone kann - zumindest kleine - Wunder wirken. Da Vitamin C wasserlöslich ist, stellt eine etwaige Überdosierung kein Problem dar, es wird einfach ausgeschieden. Wie platziert man nun das vitaminreiche Ritual in der morgendlichen Choreografie? Gleich auf nüchternem Magen oder doch erst nach dem ersten Kaffee? Wie es beliebt. Magenstark sollte man sein. ms


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