Türkische Tabus

Steiermark | Interview: Maria Motter | aus FALTER 33/12 vom 16.08.2012

Aslı Erdoğan schreibt für die Rechte von Frauen und Inhaftierten. Nun ist sie "writer in exile“ in Graz

Ihre Sprache entwickelt einen betörenden, bedrohlichen Sog, der Leser nicht verschont: Aslı Erdoğan beschreibt das Grauen, das sich ins pralle Leben drängt. In ihrem jüngsten auf Deutsch erschienenen Roman "Die Stadt mit der roten Pelerine“ verliert sich die Protagonistin in Rio de Janeiro. "Alles war nur eine lebendige, atmende Maske, die Erinnerung und die Saat des Todes bergend.“ Erdoğan ist türkische Staatsbürgerin und wird ein Jahr als "writer in exile“ in Graz verbringen. Seit 1997 wird das Projekt "Graz - Stadt der Zuflucht“ von der Stadt und dem Internationalen Haus der Autorinnen und Autoren Graz getragen. Erdoğan arbeitete als Physikerin und Informatikerin am Kernforschungszentrum Cern, ehe ihr erster Roman, "Kabuk Adam“, 1994 erschien. Gegenwärtig schätzt man die anerkannte Autorin in ihrer Heimat jedoch wenig: Erdoğan fing an, in Kolumnen Fälle unrechtmäßiger


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige