Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 34/12 vom 22.08.2012

Die zweite Augusthälfte ist eine unberechenbare Zeit, meteorologisch ebenso wie demografisch. Jetzt, wo wir uns eigentlich schon darauf eingestellt hatten, dass es zu herbsteln beginnt, kehrt die Hundshitze zurück. Außerdem kann man immer nur schwer einschätzen, ob jetzt schon alle auf Urlaub waren oder erst fahren; ob die Schwimmbäder, Biergärten, Parkplätze und Redaktionssitzungen voll oder halb leer sind. Während dieses Kästchen gefüllt wird, ist die Chefredaktion jedenfalls schon auf Urlaub bzw. noch nicht aus dem Urlaub zurück. Die Redaktion ist führungslos, aber es ist zu heiß zum Putschen - Aufständische tragen keine Flipflops.

Einen vorsätzlich verbeulten Strohhut (Design!) auf dem Kopf, hat Armin Thurnher gutgelaunt das Headquarter ver- und ein paar Haftnotizen und Bleistiftskizzen zu einem 250 Seiten starken Jubiläumsprachtband zum Thema "35 Jahre Falter“ hinterlassen, der demnächst wohl als App erscheint oder so. So soll es sein: Der Arbeitgeber gibt, der Arbeitnehmer nimmt die Arbeit. Wir nehmen das nicht weiter schwer und machen weiter wie bisher: Wir geben unser Bestes. Gerhard Stöger hat sein Calexico-Interview natürlich abgegeben, bevor er sich überhaupt Urlaub genommen hat. Christopher Wurmdobler wirkt in seinen todschicken Shorts (Tennissocken gehen jetzt offenbar wieder) so, als wäre er ohnedies immer im Urlaub, die Ingrid Brodnig ist physisch abwesend, aber virtuell präsent (man weiß also nicht so recht), und Benedikt Narodoslawsky hat frühestens 2015 Anspruch auf Urlaub. Der ist aber auch noch sehr jung.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige