Politik des gesunden Volksempfindens

Kommentar: Stephan Schulmeister | Falter & Meinung | aus FALTER 34/12 vom 22.08.2012

Wenn Griechenland aus der Eurozone fliegt, wird das für die "Nordländer“ sehr teuer. Die Deutschen wissen das

Wenn’s um die Staatsverschuldung geht, stimmen herrschende Wirtschaftstheorie und "gesundes Volksempfinden“ überein: So wie keiner von uns über seine Verhältnisse leben darf, so soll auch der Staat gefälligst sparen, wenn er ein Defizit hat.

Das populärwissenschaftliche Motto "Der Schuldner ist schuld“ bildet das Fundament des Euro, von den Maastricht-Kriterien bis zum Fiskalpakt: Der Staat hat Kontrolle über seine Finanzen, verschlechtern sie sich, so muss er (primär) seine Ausgaben senken.

Wer sich nicht an die Regel hält, wird bestraft, wenn’s nicht anders geht, indem man ihn künftig "aus der Währungsunion rausschmeißt“ (Vizekanzler Spindelegger).

Mit Populismus reagieren Politiker auf den Populismus der Konkurrenz - wenn Stronach den Euro ganz loswerden will, dann wir wenigstens die Griechen … So nährt der Wettbewerb um das Volksempfinden Dummheit, Vorurteil

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