Nachgesehen  

Politik | Wolfgang Zwander | aus FALTER 34/12 vom 22.08.2012

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Macht im Netz, Ohnmacht auf der Straße: Anonymous

Während Scotland Yard am vergangenen Donnerstag die Straßen um die ecuadorianische Botschaft in London abriegelte, versammelten sich in Hauptstädten auf der ganzen Welt meist junge Menschen mit Guy-Fawkes-Masken vor den Botschaften des Vereinigten Königreichs - so auch in der Jauresgasse 12 in Wien.

Fawkes war ein Engländer, der 1605 das Parlament in London sprengen wollte; heute gilt seine Maske als Symbol des Hackerkollektivs Anonymous. Die Gruppe solidarisiert sich mit Wikileaks-Gründer Julian Assange, der zurzeit im Mittelpunkt eines diplomatischen Krimis steht (siehe Kommentar Seite 6).

Anonymous wird von Regierungen gefürchtet, weil die Aktivisten ihnen im Reich des Internets überlegen sind. Auf offener Straße sieht das Machtverhältnis zwischen Hackern und Staat anders aus: Nur zwei Anonymous-Unterstützer schafften es in Wien zum (von ihnen selbst) vereinbarten Zeitpunkt vor die Botschaft.


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