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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 34/12 vom 22.08.2012

Ich bin prinzipiell gegen Überwachung. Außer wenn es um mein Essen geht und darum, unter welchen hygienischen Bedingungen dieses zubereitet wurde. Dann kann es gar nicht genug Überwachung geben. Das zeigt auch ein Fall aus Ohio. Dort machte ein Burger-King-Mitarbeiter ein Foto, wie er mit seinen dreckigen schwarzen Turnschuhen im Salatbehälter herumtrampelt. Er lud dieses im anonymen Onlineforum 4chat hoch und schrieb dazu: "Das ist der Salat, den ihr bei Burger King esst.“

Das fanden auch die anderen Internetuser uncool und machten sich auf die Suche nach dem anonymen Saubartl. Mit ein paar technischen Kniffen und einer detektivischen Meisterleistung konnten sie das Burger-King-Schweinderl identifizieren. Der verlor prompt seinen Job. Meine Strategie ist übrigens eine andere. Ich versuche, möglichst höflich zu Gastromitarbeitern zu sein. Denn eines ist klar: Wenn die Küchentür hinter ihnen zufällt, haben in Wahrheit die das Sagen.


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