Technik  

Radfahren mit Navi - besser als Straßenkarte lesen

Dinge, die uns brauchen

Medien | Prüfbericht: Thomas Vasek | aus FALTER 34/12 vom 22.08.2012

Es wäre ein schöne Zeit für Radtouren, wäre da nicht das lästige Orientierungsproblem. Ein Navi auf der Lenkstange ist in Zeiten der Volldigitalisierung des Lebens auch nicht mehr ehrenrührig.

Das Mio Cyclo 305 (400 Euro) gibt es mit Pulsmesser und Geschwindigkeitssensor, außerdem ist es wasserdicht. Das Navi liefert auf seinem 3-Zoll-Touchscreen die üblichen Fahrdaten wie Distanz, Durchschnittsgeschwindigkeit oder Kalorienverbrauch; in einem "Surprise me“-Modus werden drei verschiedene Routen vorgeschlagen. Das Mio Cyclo beherrscht auch Turn-by-Turn-Navigation, also die abschnittsweise Darstellung von Streckenverläufen mit Abbiegepunkten und Alternativrouten. Allerdings kann der Nutzer nur Schnellstraßen von der Routenberechnung ausschließen. Wie viele Fahrradnavis basiert es auf dem offenen Kartensystem Open Street Map und bietet Karten für Österreich, Deutschland und die Schweiz.

Günstiger als das Mio-Gerät ist das A-Rival-Teasi One um 149 Euro. Das Gerät bietet Kartenmaterial für 27 europäische Länder mitsamt Höhenprofilen und einen Tacho. Auch das A-Rival Teasi macht auf Wunsch Routenvorschläge und es zeichnet zurückgelegte Routen auf. Zudem kann man Strecken von Radseiten im Netz auf das Gerät überspielen. Mit 120 Gramm ist es sehr leicht. Ein Navi am Lenker wirkt sicher nicht besonders cool. Aber jedes Mal stehenzubleiben, um auf die Karte zu schauen, ist auch ein bisschen peinlich.

Thomas Vasek ist Journalist und Buchautor in München


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