"Ehrlich, direkt, unaufdringlich - that’s Wolf“

Feuilleton | Porträt: Michael Omasta | aus FALTER 34/12 vom 22.08.2012

Aufgewachsen in einem liberalen Wiener Elternhaus emigrierte Wolf Suschitzky 1934 nach London und machte Karriere als Fotograf und Kameramann. Dieser Tage feiert er seinen 100. Geburtstag

Eines seiner ersten Kinoerlebnisse geht auf "Das Phantom der Oper“ zurück, einen für Jugendliche streng verbotenen Horrorfilm, der 1926 auch in Wien anlief. "Ich war noch keine 14, aber eine ältere Cousine hat mich ins Kino geschmuggelt. Als das Phantom, das war Lon Chaney, sich die Maske vom Gesicht gerissen hat, ist sie aufgesprungen und hat fürchterlich geschrien. Ich war so verlegen, dass ich mich am liebsten versteckt hätte.“

Ins Kino geht Wolf Suschitzky bis heute gern. In Verlegenheit bringen freilich lässt er sich nicht mehr so leicht. Selbst die Ehrbekundungen, die ihm dieser Tage rund um seinen 100. Geburtstag noch häufiger zuteil werden als sonst, lässt er mit viel Geduld und sehr viel Selbstironie über sich ergehen: "Ein schöner Nachruf, danke.“

Seit bald 77 Jahren lebt der gebürtige


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