Kein Programm ist auch keine Lösung

Feuilleton | Zwischenbilanz: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 34/12 vom 22.08.2012

Schauspieldirektor Sven-Eric Bechtolf will die Salzburger Festspiele feiern, wie sie fallen. Aber sie fallen nicht

Sven-Eric Bechtolf ist einer der besten Schauspieler Deutschlands, aber das reicht ihm nicht. In den 1990er-Jahren begann er deshalb, auch Regie zu führen. Die zweite Karriere startete so vielversprechend, dass Klaus Bachler ihn 1999 nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Regisseur ans Burgtheater engagierte.

Dort war Bechtolf zwar für zwei Blockbuster ("Reigen“ und "Cyrano“) verantwortlich; künstlerisch aber erfüllte er die Erwartungen nicht, weshalb der Regisseur das Metier wechselte und nur noch Opern inszenierte, vor allem in Zürich. Als der dortige Intendant Alexander Pereira nun nach Salzburg wechselte, nahm er Bechtolf mit - als Schauspieldirektor.

Der Regisseur Bechtolf ist allerdings auch in Salzburg 2012 nur im Opernprogramm ("Ariadne auf Naxos“) präsent. Was seinen Job als Schauspieldirektor betrifft, gab sich der 54-jährige Debütant vorab betont


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