Sex, Lies & Magic

Feuilleton | Buchkritik: Klaus Nüchtern | aus FALTER 34/12 vom 22.08.2012

In ihrem jüngsten Roman "Das blaue Buch“ zeigt die Schottin A.L. Kennedy einmal mehr, dass sich alles um die Liebe dreht

Ein vergleichender Blick auf die Kontoauszüge von J.K. und A.L. würde Letzterer wohl Tränen der Verzweiflung oder einer höheren Heiterkeit in die Augen treiben. Was die Produktivität anbelangt, kann die 1965 im schottischen Dundee geborene Alison Louise Kennedy mit Joanne K. Rowling, ihrer unendlich berühmteren und reicheren Berufs- und Jahrgangskollegin aus England, aber durchaus mithalten.

Ein halbes Dutzend Romane und ebenso viele Erzählbände hat Kennedy bislang verfasst, drei Sachbücher, einige Arbeiten für Radio, Film und Fernsehen sowie ihre Auftritte als Stand-up-Comedian kommen noch dazu. "Wenn man ein flotter Koch ist, keine Kinder, keine Haustiere und niemand zum Reden hat, was soll man sonst tun?“, hat die Autorin mit dem ihr eigenen staubtrockenen Humor ihre profuse Produktivität kommentiert.

Und gezaubert wird auch noch! Bei Kennedy freilich

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