“Wenn du schlecht drauf bist, hilft dir traurige Musik“

Feuilleton | Interview: Gerhard Stöger | aus FALTER 34/12 vom 22.08.2012

John Convertino über Bush und Obama, Springsteen und Dylan, den Reiz von New Orleans und "Algiers“, das neue Album seiner Band Calexico

John Convertino sieht nicht unbedingt wie ein erfolgreicher Popmusiker aus. Eher gleicht der Schlagzeuger der US-Band Calexico dem netten Typen von nebenan. Er ist einem sofort sympathisch, freundlich - und extrem müde. "Das hat wohl mit dem Alter zu tun“, sagt er. "Wenn du in deinen 30ern das Gefühl hast, müde zu sein, dann warte, bis du in deine 40er kommst: Dann bist du müde!“

Gemeinsam mit dem Sänger und Gitarristen Joey Burns hat Convertino Mitte der 1990er-Jahre Calexico als Duo gegründet; davor hatten die beiden bereits in der Americana-Band Giant Sand zusammen gespielt. Ihre Musik, die Schönheit und Melancholie so unverkennbar eint, fand zuerst in Europa Zuspruch, mittlerweile feiert die Band aus dem US-mexikanischen Grenzgebiet aber auch zu Hause in den USA Erfolge.

Vier Jahre sind seit dem letzten Album "Carried to Dust“ vergangen.


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