Fußball 

Du verstehst mi ned: Fußball und Dialektik

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 34/12 vom 22.08.2012

Wolfgang Kralicek über einen Sprachkrieg in der Südstadt

Nach dem dramatischen 4:4 zwischen Admira Wacker und Red Bull Salzburg waren die Trainer nicht gut aufeinander zu sprechen. Statt des obligaten Shakehands setzte es laute Worte. Der Konflikt hatte einen nationalistischen Hintergrund: Salzburg-Trainer Roger Schmidt, ein Deutscher, hatte den burgenländischen Admira-Coach Didi Kühbauer aufgefordert, "Deutsch“ zu reden. Der fühlte sich beleidigt: "Er müsste wissen, dass man in Salzburg und ganz Österreich Dialekt spricht“, schimpfte Kühbauer. "Ich respektiere die Deutschen und verlange auch, dass sie uns respektieren!“ Die sprachlichen Anpassungsschwierigkeiten des neuen Salzburg-Trainers könnten erklären, warum gerade die Ösis in seinem Team schwächeln. Auch ein paar anständige Schimpfwörter sollte Schmidt bald lernen. Kühbauer nannte er einen "Osterhasen“ - die Sprache der Spieler ist das nicht!


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