Prost!  

Spritziges zwischen Hundstagen und Altweibersommer

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Crodino

Stadtleben | aus FALTER 34/12 vom 22.08.2012

Man tut gut daran, sich nicht von den sich verkürzenden Tagen einschüchtern zu lassen. Die Hundstage sind vorbei, die schöne, warme Zeit beginnt. Der Altweibersommer ist schon in Sichtweite. Der Johanniskrauttee bleibt noch im Schrank, da man sich das innere Licht zurzeit noch mit diversen Sommerdrinks anknipsen kann. Hugo etwa sollte in diesem Jahr Aperol-Spritz ablösen. Die Mischung aus Prosecco, Holunderblütensirup und frischer Minze ist ja auch ein süßes Wässerchen, das einem die Kehle zumindest für einen Abend lang vergoldet (am nächsten Morgen singt dafür die Pechmarie ein Ständchen). Angeblich wurde der Drink bereits vor mehreren Jahren in Südtirol erfunden, fand aber erst jetzt Einzug in den gastronomischen Trendbetrieb. Diverse Fertigmischungen, die den Drink in Nullkommanichts servierfertig machen, versuchen nun am Erfolg mitzunaschen. Variabel - wie Aperol-Spritz - mit Weißwein und Mineralwasser.

Auch wurde man erneut einer bitteren alkoholfreien Limonade gewahr, die aus Italien kommt und bereits seit den 1960er-Jahren über den Ladentisch wandert: Crodino, der im Beinahe-Look von Campari Soda daherkommt. Zwar ist die kleine Flasche weniger konisch, die Flüssigkeit aber Aperol-orange. Und so schmeckt sie auch - nur gespritzt und trotzdem zu süß. Die Rezeptur dürfte ähnlich sein, was die Zusammensetzung betrifft, hält man sich aber bedeckt. Als Grundlage für diverse erfrischende und weniger alkoholhaltige Mischungen dennoch sehr gut geeignet. Cheers! ms


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