Kommentar  des Chefredakteurs

Faymanns Inserate und der bestochene österreichische Boulevard: eine Anklage


Florian Klenk
Falter & Meinung | aus FALTER 35/12 vom 29.08.2012

Seit Monaten schon wird Bundeskanzler Werner Faymann die Affäre rund um seine ÖBB-Inserate nicht los. Im Herbst wird der Fall die Arbeit des Untersuchungsausschusses des Nationalrates dominieren. Schon jetzt steht der rote Kanzler als Lügner dar.

Die Staatsanwaltschaft attestiert Faymann zwar, keine Untreue begangen zu haben, da durch die von ihm als Verkehrsminister "initiierten“ ÖBB- und Asfinag-Inserate für die Staatskonzerne kein Schaden "erweislich“ sei. Sie wirft ihm aber vor, "Schutzbehauptungen“ aufgestellt zu haben, wie ein von Profil veröffentlichter Abschlussbericht der Anklagebehörde an das Justizministerium festhält. Auch der Rechnungshof nörgelte an Faymann herum.

Die Causa überdeckt Faymanns durchaus sympathische Symbolhandlungen. Als er bei einer inszenierten "Wanderung“ mit der Grünen-Chefin Eva Glawischnig vergangene Woche erste Signale für eine mögliche rot-grüne Regierung setzte, erntete er Spott von jenen, die Skandale richtig einzuordnen wissen

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige