Kommentar

Sommerverhör versus Schmusegespräch - was ist schlimmer?

Journalismus

Benedikt Narodoslawsky | Falter & Meinung | aus FALTER 35/12 vom 29.08.2012

Gleich zwei Interviews mit Heinz-Christian Strache raschelten in den letzten Tagen mit lautem Echo durch den medialen Blätterwald: jenes in der Krone Bunt (siehe Seite 9), in der sich der FPÖ-Chef als herziger Bussibär darstellen konnte. Und das ORF-Sommergespräch zwischen ihm und Armin Wolf, das einem Boxkampf gleichkam.

Die beiden Interviews zeigen, wie grundverschieden man Politikern begegnen kann. Und sie werfen gleichzeitig die Frage auf, wie man ihnen begegnen soll. Die Antwort darauf findet man, wenn man sich vor Augen führt, wozu man Politikjournalismus überhaupt braucht: Er soll aufklären und gleichzeitig die Mächtigen kontrollieren. Kurzum, er soll die Demokratie stärken.

Guter Journalismus ist kritischer Journalismus. Und kritischer Journalismus heißt: recherchieren, hinterfragen, abwägen, urteilen. Das muss nicht immer negativ sein. Auch wenn es viele so auslegen.

Denn die Angst seriöser Journalisten, wegen allzu positiver Berichterstattung als PR-Fuzzi zu gelten, ist

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige