Kolumne  

Romney wird Amerikas Reiche reicher machen. Und den Rest?

Außenpolitik

Falter & Meinung | Franz Kössler | aus FALTER 35/12 vom 29.08.2012

In diesen Tagen wird Mitt Romney offiziell zum Herausforderer von US-Präsident Barack Obama gekürt. Wenn er am 6. November die Wahl gewinnt, dann siegt in der größten Wirtschaftsmacht der Welt ein Vertreter genau jenes entfesselten Spekulationskapitalismus, der uns die größte Finanzkrise nach dem Zweiten Weltkrieg beschert hat.

Zwei über jeden Verdacht der Linkslastigkeit erhabene Wirtschaftsmedien, Bloomberg News und Financial Times, haben Romneys Philosophie des Geldes anhand konkreter Fälle dokumentiert. "Get-Rich-Quick Ethics“ nennt sie die Washington Post, die Ethik des schnellen Reichtums. Romney sei unter den zehn reichsten Präsidenten der Geschichte der USA. Die Zeitung USA Today stellt eine anschauliche Rechnung auf: Man addiere das Privatvermögen der letzten acht Präsidenten und multipliziere die Summe mal zwei. Dann erreicht man die Ebene, auf der sich Romney bewegt: rund 250 Millionen US-Dollar, nach eigenen Angaben.

Am Anfang seines Reichtums steht eine versteckte


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