"Danke für die Unterstützung!“

Politik | Bericht: Florian Klenk | aus FALTER 35/12 vom 29.08.2012

Wer foltert, darf Karriere machen oder in der Frühpension als Trainer dazuverdienen. Interne Dokumente und peinliche Liebesmails zeigen, wie das Polizeipräsidium im Fall Bakary J. versagt. Die Justiz ermittelt

Am Morgen des 21. Juli 2010, es war erst 7 Uhr 49, setzte sich Amtsdirektorin Michaela Meier (Vor- und Nachname geändert, Anm.) an ihren Dienstcomputer in der Bundespolizeidirektion Wien: "Hallo Thomas“, schreibt sie einem Kollegen über ihre dienstliche Adresse, "ich wünsche Dir einen guten Morgen, eigentlich müsstest Du schon, während ich gefrühstückt habe, Schluckauf gehabt haben … (…) hast mir den Morgen total versüßt.“

Der "liebe Thomas“, 43 Jahre, Polizist der Eliteeinheit Wega (Vorname geändert, Anm.), gab sich ergriffen: "Hallo Michaela, das hast du sehr schön geschrieben, ich möchte mich auch für Deine Gegenwart und für die Zeit, welche Du mit mir verbracht hast, bedanken. Das war sehr nett, und ich würde das gerne nach Deinem Urlaub wiederholen.“


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