Die Falle des Peter Waldmüller

Politik | Bericht: Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 35/12 vom 29.08.2012

Ein Mann zeigt einen Fall von Tierquälerei an - und wird selbst zu acht Monaten bedingt verurteilt. Eine Justizgroteske

Peter Waldmüller stapft barfuß über die feuchte Wiese, vorbei an Eichen und Schwarzkiefern, er deutet auf eine Stelle am Waldrand: Dort habe er damals hingepinkelt. Am Donnerstag steht er in Wiener Neustadt wieder vor Gericht, weil ihm der Richter das nicht glaubt. Acht Monate bedingt hat er schon bekommen, er hat dagegen Berufung eingelegt. Verliert er den Fall, fürchtet der Behindertenbetreuer wegen der Strafe keinen Job mehr im Sozialbereich zu bekommen. Es geht jetzt um seine Existenz.

Stimmt es, was da im ersten Urteil steht, dann ist Waldmüller ein mediengeiler Tierquäler. Einer, der eine unglaubliche Tat geplant hat und sein Umfeld bewusst täuschte. Stimmt hingegen, was Waldmüller sagt, dann ist er ein friedlicher, naturverbundener Mensch, gegen den gerade eine große Verschwörung läuft. Alles in diesem Fall spießt sich an einer Frage: Wie konnte diese


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