Nachgesehen  

Politik | Ruth Eisenreich | aus FALTER 35/12 vom 29.08.2012

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Fußball verbindet: wenn Häupl Juraczka die Daumen drücken muss

Kinder gelten ja als wenig politikbegeistert. Umso erstaunlicher sind die Rufe, die am Samstagnachmittag von der Tribüne des Stadions Hohe Warte erklingen: "Po-li-tik! Po-li-tik!“, brüllen einige blaugekleidete Buben.

Sie feuern beim ersten Match des alljährlichen Promi-Turniers zugunsten des Behindertensports ein Politikteam an, dessen Mitglieder im Berufsalltag kaum ein gutes Wort füreinander finden: Unter Kapitän Michael Häupl (SPÖ) spielen neben einigen SP-Politikern auch der Wiener VP-Chef Manfred Juraczka und sein Landesgeschäftsführer Alfred Hoch.

Bürgermeister Häupl selbst kickt nicht, sondern plaudert mit Sohn und SP-Jugendsprecher Bernhard Häupl und Wirtschaftskammerpräsidentin Brigitte Jank. Und er unterstützt sein Team mental: Er ist der Erste, dem SP-Lehrlingssprecher Christoph Peschek nach seinem 1:0 gegen die Wirtschaft in die Arme fällt. Die Freude währt nur kurz: Die Politik gewinnt das Spiel, die Wirtschaft das Turnier.


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