Nachgetragen  

Politik | aus FALTER 35/12 vom 29.08.2012

Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Ein ehemaliger Sektenchef zwingt Scientology vor Gericht in die Knie

Wolfgang Zwander

Geht es nach der Lehre von Scientology, war Wilfried Handls Krebserkrankung nicht vorgesehen. Handl war 28 Jahre lang Mitglied der Sekte. Als die Ärzte 1999 einen bösartigen Tumor in seinem Körper entdeckten, war er Österreich-Chef und intern als "clear“ eingestuft. Wer bei Scientology den Status "clear“ erhält, sollte nicht krank werden.

Die Krankheit führte dazu, dass Handl und Scientology sich nun vor Gericht bekämpfen. Er und sein Anwalt Johannes Öhlböck haben Anfang August einen wichtigen juristischen Sieg gegen die Sekte errungen. Scientology wollte per einstweiliger Verfügung verhindern, dass Handl auf seiner Homepage gehackte Mails der Organisation veröffentlicht. Das Oberlandesgericht Wien hat den Antrag nun in zweiter Instanz abgewiesen (eine zweite Klage auf Unterlassung ist noch gerichtsanhängig).

Wie ist es zum Bruch zwischen


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