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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 35/12 vom 29.08.2012

Ich bin eine furchtbare Konversationspartnerin. Bitte niemals mit mir über Filme und Bücher reden, die ich noch nicht kenne. Dann halte ich mir die Ohren zu und schreie: "KEINE SPOILER! NICHTS ERZÄHLEN!“ Ich hasse es, wenn jemand spoilert, mir also eine wesentliche Szene verrät. Ich bin so spoilophob, dass ich nicht einmal die Information auf dem Buchumschlag oder auf DVD-Hüllen durchlese. Selbst diese Minitexte verraten oft viel zu viel.

Ein Grund mehr, das Internet zu lieben: Dort gibt es oft Warnhinweise, wenn eine Filmrezension Spoiler enthält. Das Onlinemagazin Wired kennzeichnet etwa jene Passagen, die die Handlung schildern. Super ist das! Jetzt muss ich nur noch all meinen Freunden beibringen, dies ebenfalls zu tun. Ehe die vom letzten Kinobesuch erzählen, sollen sie laut "Achtung! Spoiler-Alert!“ rufen. Dann bleiben mir wenigstens ein paar Sekunden Zeit, fluchtartig den Raum zu verlassen.


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