Technik  

Digitale Selbstvermessung für aktive Hypochonder

Dinge, die uns brauchen

Medien | Prüfbericht: Thomas Vasek | aus FALTER 35/12 vom 29.08.2012

Digitale Selbstvermessung ("Quantified Self“) liegt im Trend: Freaks und Hypochonder überwachen neuerdings ihre Körperaktivitäten, von den zurückgelegten Schritten bis hin zum Schlafverhalten.

Das klingt krank, macht aber offenbar Spaß. Zumal die einschlägigen Geräte dank Internet und Apps immer mehr Funktionen bieten. Aktivitätssensoren wie Fitbit Ultra (100 Euro) messen Gehstrecken, Schrittzahlen und verbrauchte Kalorien. Das Gerät hat sogar einen Höhenmesser eingebaut und zeichnet auf, wie viele Stockwerke man zurückgelegt hat.

Zur wissenschaftlichen Schlafüberwachung eignet sich etwa der Axbo-Schlafphasenwecker (190 Euro), der Einschlaf- und Aufwachzeit ebenso misst wie die Bewegungsintensität während des Schlafens. Der Sensor schickt die Daten an die Basisstation, die zugleich als Wecker fungiert. Das Gerät bietet zudem "intelligentes Wecken“, das sich an der jeweiligen Schlafphase orientiert.

Die "WiFi Body Scale“-Waage schickt Gewichtsdaten automatisch an einen Server, der die Daten auf der Website visualisiert. Für aktive Hypochonder bieten sich digitale Blutdruck- oder Zuckermessgeräte an, wie etwa das CarioDock (100 Euro) oder das GlucoDock (90 Euro) von Medisana. Spaß macht auch das ThermoDock (65 Euro), ein ansteckbares Fieberthermometer-Modul fürs iPhone. Es wird bestimmt nicht lange dauern, bis die Freunde der digitalen Selbstvermessung ihre Puls- und Gewichtswerte auf Facebook posten.

Thomas Vasek ist Journalist und Buchautor in München


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