Wenn Ozu und Claire Denis einander über ein halbes Jahrhundert hinweg die Hände reichen, ordnet sich die Filmgeschichte neu

Feuilleton | Michael Omasta | aus FALTER 35/12 vom 29.08.2012

:: Die großen Universalfilmgeschichten hatten alle schon Jahre, wenn nicht Jahrzehnte auf dem Buchdeckel, als der junge nordirische Kritiker Mark Cousins 2004 - frei nach Ernst H. Gombrichs altem Bestseller "The Story of Art“ - eine allgemein verständliche Geschichte des Films von seinen Anfängen bis zur Gegenwart verfasste: "The Story of Film: An Odyssey“.

Diese bildet den Ausgangspunkt zur Dokumentation gleichen Titels. Mehr als sieben Jahre lang haben Cousins und sein Produzent John Archer an dem Epos gearbeitet, das eine Laufzeit von 15 Stunden hat, über 1000 Filmausschnitte und rund 100 Interviews beinhaltet. Nach seiner Erstausstrahlung auf Channel 4 und Aufführungen bei diversen Festivals ist "The Story of Film“ kürzlich als 5-DVD-Box erschienen - ohne Index, anwählbare Kapitel oder den sonst üblichen Schnickschnack.

Mark Cousins versteht sich ganz traditionell als Erzähler. Dabei geht er in Bild und Ton weit prosaischer vor als Godard in seinen "Histoire(s) du Cinéma“


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