Eine Monumentaloper als Gesamtkunstwerk

Feuilleton | Rezension: Heinz Rögl | aus FALTER 35/12 vom 29.08.2012

Festspielwürdiges Musiktheater in Salzburg: Ingo Metzmacher dirigiert Bernd Alois Zimmermanns Oper "Die Soldaten“

Dieses Stück passt überallhin, nur nicht nach Salzburg“, ätzte ein Mime in der Verkörperung Helmut Qualtingers einst über den "Jedermann“ auf dem Domplatz.

In der heurigen Festspielsaison mokierten sich mit dieser Formulierung viele über Puccinis "La Bohème“, die aber - im Gegensatz zu einer trotz Harnoncourt langweiligen "Zauberflöte“ - eine durchaus passable Opernproduktion war.

Alexander Pereiras Programmierung im Bereich Oper und Musik ist der Vorwurf der Beliebigkeit nicht ganz zu ersparen. Allerdings gelang im ersten Jahr seiner Intendanz nun immerhin ein einhellig akklamierter Triumph mit Bernd Alois Zimmermanns einziger Oper.

Zunächst in jeder Hinsicht als unspielbar geltend, wurden "Die Soldaten“ 1965 in Köln unter Michael Gielen uraufgeführt (Ingo Metzmacher, Dirigent der Salzburger Produktion, war damals übrigens Assistent) und trotz überdimensionaler


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